Made in Potsdam 2016

Ausstellungsdauer: 14.01. – 14.02.2016

Finissage

 

Die ausgestellten Werke beziehen sich deutlich auf ihre Heimatstadt und sind Positionen einer regionalen Identifikation. Die Ausstellung zeigt Potsdamer Künstler, welche die subjektive Wahrnehmung und die Wirkung ihrer Stadt in verschiedenen Techniken und Ausdrucksformen sowie Handschriften widerspiegeln und mit ihren Werken das Stadtbild bereichern.

Christa Panzner widmet sich den Wahrnehmungen, die nicht notwendigerweise visueller Natur sein müssen. Im Gestus schroff oder zurückhaltend, in der Form bestimmt oder latent – das Unwägbare, das Spiel ist wichtig. Das habe sie von Kindern gelernt. Es gibt keine feststehenden Rezepte, nur den Willen, etwas auszudrücken.

Peter Panzners Anliegen ist die bildnerische Darstellung durch die Realität ausgelöster Empfindungen. Vorrangig ist die Beschäftigung mit der Druckgrafik. In serieller Bearbeitung verschiedener Themenkreise – wie Innenräume, Landschaften, Stillleben -, entstehen im Tiefdruck vor allem Farbaquatinten, aber auch Kaltnadelradierungen.

Der Schaffensprozess innerhalb der Arbeitsfelder von Alice Bahra – Keramik, Fotografie, Installation, Projektion – ist von ihrem systematischen Vorgehen geprägt. Ob es sich um die Wahl des Materials handelt, um die Transformationen einer Grundform oder um ihre Vorliebe für Werkreihen.

Peter Rohn, 1974 steuert mit seinem Flugschiff eine neue Zeit der Wandgestaltung in der DDR an, die die herkömmliche, mit realistischen Propagandabildern geschmückte Welt des Sozialismus hinter sich lässt. Der Künstler schuf ein Symbol des Reisens, welches die Fortbewegungsmuster als Grundbedürfnis und Zeugnis des menschlichen Handelns aufzeigt und auf einfache Formen herunterbrach.

Christian Roehl arbeitete seit 1968 bis zu seinem Tod mit dem Selbstverständnis eines Kunsthandwerkers und bildenden Künstlers. Seine plastischen Werke beziehen sich auf die sie umgebende Architektur und Landschaft. Sie sind im Stadtraum von Berlin, Brandenburg, Potsdam und Frankfurt (Oder) zu sehen.

Barbara Raetsch zeigt ausgewählte Gemälde, die überwiegend in den letzten Jahren entstanden. Ausgehend vom konkreten Motiv spiegeln sie eine Entwicklung wider, bei der Gegenständlichkeit einer zunehmend abstrahierenden Malweise weicht.

Alfred Schmidt war bis 1989 im ständigen Wettlauf mit dem Abriss der historischen Häuser. Er wollte ein Stück vom alten Potsdam in seinen Grafiken bewahren.