Stella Hamberg – Neutron

Ausstellungsdauer: 02.07.2016 – 18.09.2016


zur Ausstellung erscheint ein Katalog

In Stella Hambergs Ausstellung NEUTRON werden aktuelle Werke der Künstlerin präsentiert. Die Ausstellung wird parallel vom 2. Juli bis zum 18. September im Kunstraum Potsdam c/o Waschhaus und im Skulpturengarten der Villa Schöningen zu sehen sein. Im Ausstellungsraum des Kunstraum Potsdam werden elf mittelformatige Plastiken aus dem Jahr 2015 gezeigt und eine neue Skulptur mit dem Titel „Trance“ (2016), die zum ersten Mal öffentlich präsentiert wird. Fotoarbeiten, die in Zusammenarbeit mit dem Fotografen Mick Vinzenz entstanden, werden ebenfalls im Kunstraum präsentiert. Im Skulpturengarten der Villa Schöningen ist die überlebensgroße Bronzeskulptur „Hund“ (2013) zu sehen.

Stella Hamberg entwickelt in ihrer konsequenten Arbeit an plastischen Grundbegriffen eine ganz eigene Sprache und Ästhetik der Bildhauerei in Bronze. Diese Herangehensweise lässt sich nicht an einer einheitlichen Technik, sondern vielmehr an einer inhaltlichen und konzeptuellen Stringenz festmachen. Es ist das Übergängige, die Ambivalenz und der Zwischenzustand, welche die Künstlerin in unterschiedlichsten Ausformungen beschäftigen. Die Präsenz ihrer Werke leitet sich nicht allein aus der physischen Wirkung von Größe und Material ab, sondern resultiert aus dieser der Plastik immanenten Vielschichtigkeit und Ambivalenz, aus dem Spiel auf den unterschiedlichen Rezeptionsebenen und der bildhaften Erzählung. Gestalten, Stile und Bewegungen fallen ineinander und bilden Figuren und Fragmente. Es geht der Künstlerin immer gleichzeitig um das Prinzip der Konstruktion und Destruktion, um das Bilden und Auflösen. Das Einnehmen unterschiedlichster Blickwinkel und Perspektiven verhindert beim Betrachter jede Festlegung und eröffnet ihm immer wieder eine neue Möglichkeit der Wahrnehmung. Dieses Prinzip der Viel- bzw. Uneindeutigkeit zeigt sich auch in der Präsentationsform der Skulpturen. So finden sich die Werke auf unterschiedlichsten Sockelformen wider, einmal auf Schamottsäulen, ein anderes Mal auf manuell gearbeiteten glatten Eisensockeln oder auf Eisentischchen. Der Blick des Betrachters wird damit stetig gelenkt. Hambergs Plastiken bleiben immer bedeutungsoffen und appellieren an die produktive Kraft der Imagination, so dass jedwede Verwandlung und Vollendung der Arbeiten dem Betrachter überlassen bleibt.

Stella Hamberg, geboren 1975, studierte Bildhauerei bei Prof. Martin Honert in Dresden. Seit ihrem Meisterschülerabschluss im Jahr 2005 lebt und arbeitet die Künstlerin in Berlin. 2006 erhielt sie das Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium. Arbeiten von Stella Hamberg waren im Albertinum in Dresden und im Skulpturengarten der Villa Schöningen zu sehen. 2011 widmete das Mönchehaus Museum Goslar Stella Hamberg ihre erste institutionelle Einzelausstellung. 2012 waren ihre Arbeiten im Künstlerhaus Bethanien und im Kunstverein Ulm zu sehen, 2013 hatte sie eine Einzelausstellung in der Neuen Galerie Gladbeck. Ausstellungebeteiligungen u.a. im Jagdschloß Grunewald (2015) und im Lehmbruckmuseum (2016).


oben / Projektraum:
Jörg Schlinke
02.07.-14.08. 2016


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